Porzellanhersteller KAHLA aus Thüringen

KAHLA ist eine der erfolgreichsten deutschen Porzellanmarken. Im Jahr 2014 feierte die Marke ihr 170-jähriges Jubiläum. Kunden aus 60 Ländern schätzen die multifunktionalen KAHLA-Produkte für den Haushaltsbereich, die Hotellerie und Gastronomie sowie das individuelle Werbeporzellan für Firmenkunden. Der in Thüringen ansässige Porzellanhersteller KAHLA unterstützt seit kurzem die Digitalisierung seiner Kunden mit Porzellangeschirr, das mit RFID- oder NFC-Technologie ausgestattet ist und damit zum „intelligenten Porzellan“ wird. Damit bietet KAHLA seinen Kunden die Möglichkeiten zu neuen Geschäftsmodellen und digitalen Anwendungen rund um das Geschirr.

Wie entsteht „intelligentes Porzellan“?

KAHLA hat eine eigens patentierte Silikon-Applikation Magic Grip entwickelt, mit der RFID- oder NFC-Transponder spülmaschinenfest, zum Beispiel am Boden von verschiedenem Porzellan, versiegelt angebracht werden können. Die Standardtransponder Bullseye und Circus NFC der Firma SMARTRAC sind auf diese Weise in Umgebungen bis 80° Celsius und kurzzeitig auch bis zu 150° Celsius nutzbar, spezielle Transponder eignen sich für den Hochtemperaturbereich bis 230° Celsius.

RFID-Transponder können von speziellen Lesegeräten über größere Entfernungen gelesen und identifiziert werden. Demgegenüber lassen sich NFC-Transponder von Scannern oder NFC-fähigen Mobiltelefonen aus sehr kurzer Entfernung von wenigen Zentimetern lesen. Über NFC finden sich detailliertere Beschreibungen in den Beiträgen „NFC – mit einem Video kurz erklärt!“  und „Kleiner NFC-Leitfaden“ oder auch „NFC wird erwachsen„, RFID-Anwendungen werden in dem Beitrag „Einfluss von RFID im Handel“ diskutiert.

Intelligentes Geschirr von KAHLA (Foto: KAHLA)

Mit dieser Lösung, dem „intelligenten Porzellan“ lassen sich vielfältige Anwendungen umsetzen, einige sind hier exemplarisch beschrieben:

Inventarisieren und Verfolgen von Geschirr

Für die Gastronomie, die Gemeinschaftsverpflegung, das Catering, Cafés oder Bäckereien eröffnen sich zahlreiche neue Möglichkeiten der Verfolgung und Inventarisierung des Porzellans. Verleiher und Caterer können das RFID-Porzellan automatisch aus dem Lager ausbuchen und wieder einchecken lassen. Der aktuelle Bestand an Porzellan kann jederzeit aktuell abgerufen werden. So lassen sich logistische Prozesse rund um das Porzllan vereinfachen und automatisieren.

Berührungslose Automatenbedienung

Ein Becher oder eine Schale werden vom Getränkeautomaten, Kaffeeautomaten, Suppenspender oder einer Kasse, die  mit einem Lesegerät versehen sind, genau identifiziert. Der Porzellanartikel bestellt eine definierte Speise oder ein definiertes Getränk. Tassen, Teller und Schalen, die mit Transpondern versehen sind, können mit Automaten für Kaffee, Suppe und andere Speisen kommunizieren. Das Bedienmenü bleibt unberührt, wenn der Becher bereits mitteilt, dass er ein Cappuccino Cup ist. Auf dem intelligenten Becher können Guthaben, Treuepunkte, Vorlieben und Allergien des Käufers gespeichert werden.

Individuelles Kundenerlebnis gestalten

Der im Porzellan angebrachte NFC-Transponder kann Verlinkungen zu Webseiten, Produkt- und Lebensmittelinformationen, Markenfilmen, Spielen und Gewinnspielen oder ähnliches enthalten. Beim Lesen des Transponders mit dem Mobiltelefon gelangt der Kunde direkt auf diese Informationen und kann diese auf dem Telefon ansehen.

Kassenloses, autonomes Wiegen und Bezahlen

Das Artikelgewicht und der Artikeltyp werden auf den Geschirrteilen gespeichert. Den Porzellanartikeln können Gerichte, Preise und Lebensmittelinformationen zugeordnet werden. Der Gast in der Gemeinschaftsverpflegung kann seinen Becher oder Teller selbst scannen und kassenlos bezahlen. Lagerbestände werden automatisch kontrolliert.

Fazit

NFC oder auch RFID auf dem Porzellan ermöglichen viele neue Anwendungen und Geschäftsmodelle. Mit NFC kann man mehr machen als nur Kopfhörer koppeln oder bezahlen. In Zusammenhang mit NFC auf dem Porzellan lassen sich zum Beispiel auch Verlinkungen zu Kochrezepten einrichten, wie zu Chefkoch.de, die Echtheit des Porzellans überprüfen, Restaurants können ihre Speisekarte im NFC-Tag des Geschirrs hinterlegen und vom Gast über sein Mobiltelefon aufrufen lassen und vieles mehr. Mit etwas Kreativität ergeben sich unzählige neue Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten des „intelligenten“ Geschirrs und Porzellans.

Quelle: https://www.kahlaporzellan.com/artvertising/rfid/