Near Field-Technologie wird markt- und einsatzreif

Eine Reihe technologischer und fertigungstechnischer Entwicklungen hat dazu geführt, dass die Near Field Communication (NFC) mittlerweile marktreif geworden ist und sowohl für Markenhersteller, Unternehmen als auch für die Käufer und Verbraucher einen echten Mehrwert bietet. Eine grundsätzliche kurze Übersicht zu NFC findet sich in Beitrag Kleiner NFC-Leitfaden.

Welche Entwicklungen haben dazu geführt?

Es kommen mehrere technische Entwicklungen zusammen, die dazu geführt haben, dass mit der NFC-Technologie eine leistungsfähige Marketing- und Brand-Plattform betrieben werden kann.

Erstens ist die Zahl der NFC-fähigen Mobiltelefone in letzten fünf Jahren um 56% gestiegen – mittlerweile sind auch die neuen Apple-Telefone dazu in der Lage. Die Verbreitung der Geräte, die nach dem „Tappen“ (Auflegen eines Mobiltelefons auf den Tag) auf ein NFC-fähiges Produkt reagieren, und die Verfügbarkeit von dahinterliegenden Plattformen, die den Marken und den Marketingfachleuten die Reichweite und die Ergebnisse anzeigt, ist gegeben. Zweitens ist die Herstellung von NFC-Tags aufgrund von neuen Technologien verbessert worden, was die Preise der Tags sinken lässt.

Als Ergebnis dieser beiden Trends und nach Untersuchungen von der Gartner Group wird es bis 2020 rund 20 Milliarden Produkte – gegenüber 8,4 Milliarden im Jahr 2017 – geben, die mit NFC-Tags ausgestattet sind.

Was bedeutet das für die Marken?

Diese Entwicklungen bietet den Marken neue Möglichkeiten, wieder direkter mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. Wenn jedes Produkt eine „digitale Identität“ hat und es eine Funktionalität gibt, das Produkt und die Marke direkt mit dem Endverbraucher zu verbinden, lassen sich Produktinformationen, Bewertungen, einfache Nachbestellungen und vieles mehr einfach austauschen. NFC ist eine Möglichkeit für Marken, diese Verbindung zwischen ihrem physischen Produkt und dynamischen digitalen Inhalten und Funktionen herzustellen.

Malibu und Absolut nutzen NFC an ihren Produkten

Diese Verbindung reicht von der Bereitstellung von Markenschutz und Kundenrezensionen bis hin zum mobilen Self-Checkout. In Kombination mit Daten, wie zum Beispiel dem Standort des Kunden, können diese Erlebnisse auch sehr individuell gestaltet werden. Marken wie Malibu und Absolut setzen mit großem Erfolg bereits Smart Packaging-Piloten ein. Malibu verteilte 45.000 NFC-fähige Flaschen in 1.600 britischen Tesco-Filialen. Mit Hilfe der NFC-Tags konnten Rezepte, Musik oder auch ein Gewinnspiel abgerufen werden.

Lego nutzt NFC in ihren Produkten

Lego nutzt NFC in seinen Produkten, um diese zum Leben zu erwecken und deren Lebensdauer und Wert zu erhöhen. Die Marke kreierte ein Spiel – Lego „Dimensions“ – mit dem Kinder mit NFC-fähigen Teilen des Spielzeugs interagieren können.

Nike und Adidas nutzen NFC in ihren Produkten

Andernorts sind die Sportbekleidungs-Hersteller Nike und Adidas führend beim Einsatz von NFC. Beide implementieren NFC-Tags in ihre Sneakers und Sportschuhe und untersuchen, wie diese genutzt werden, um Loyalität und Nutzen für die Kunden zu schaffen.

Modemarke Rochambeau testet NFC

Die New Yorker Männermarke Rochambeau produzierte um 15 individuell nummerierte Jacken mit NFC (und QR-Code), um den Käufern jeweils eine exklusive Auswahl an einzigartigen Restaurant-, Galerie-, Club-, Einzelhandels- und Mode-Erlebnissen in ihrer Heimatstadt ermöglichen.

Das Video zeigt den Erstellungsprozess und die dahinterliegende Idee.

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Video-Link: https://youtu.be/j20XLJZRVqs

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