Das Mobiltelefon verändert das Leben der Menschen

Mehr noch als der PC oder das Internet haben es mittlerweile Handys, Smartphones oder Mobiletelefone geschafft, das Leben der Menschen in praktisch allen Lebensbereichen zu verändern. Die mobile Welle zeigt auch nachhaltige Auswirkungen auf das geschäftliche Umfeld.

In der U-Bahn, im Bus oder im Zug, am Arbeitsplatz, im Restaurant, im Geschäft oder zu Hause, das Mobiltelefon wird zur «Schaltzentrale» für Information, Kommunikation und Digitalkonsum. «Mobile only» wird normal (siehe den Beitrag „Mobile-only statt Mobile-first„) – Mobiltelefone sind überall, fast jeder hat mindestens ein Mobiltelefon, manche Menschen haben zwei. Damit sind sie überall erreichbar. Frühere Geräte, die einzelne Funktionen und Aktivitäten unterstützten, wie Fotoapparate, Navigationsgeräte, MP3-Player oder reine Telefone, sind durch das Mobiltelefon abgelöst.  Das Mobiltelefon ist mittlerweile für uns alle ein unverzichtbarer Begleiter geworden.

Aktuelle Studie von Telefónica

Im Rahmen einer Untersuchung hat das Marktforschungsunternehmen best research GmbH im Auftrag von Telefónica Deutschland insgesamt 1.000 Smartphone-Nutzer im Alter von 18 bis 70 Jahren befragt. Die Online-Befragung fand im Zeitraum 22.12.2018 bis 3.1.2019 statt. Die Ergebnisse zur Nutzung von Mobiltelefonen ergibt folgendes Bild:

  • Die durchschnittliche Nutzung des Mobiltelefons liegt bei 2,1 Stunden täglich und mehr
  • Das Mobiltelefon wird immer mehr zur persönlichen Zentrale der Unterhaltung und Entspannung genutzt
  • Die Nutzer überbrücken mit dem mobilen Begleiter Wartezeiten und lassen sich unterhalten

Reines Telefonieren reicht nicht mehr aus

Es geht längst nicht mehr nur um das reine Telefonieren und Kommunizieren. Nein, es wird für viele Dinge als nützlich empfunden und umfassend eingesetzt. Es hält in immer mehr Lebensbereiche Einzug. Das sagen und bestätigen über 80 Prozent der 18- bis 49-jährigen Mobiltelefonbenutzer. Sie nutzen den mobilen Begleiter auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit, um Filme zu sehen, Musik zu streamen oder mobil zu spielen. Es geht um Unterhaltung und darum Wartezeiten zu überbrücken. Und das dies heute überall und ohne WLAN-Verbindung geht, machen der LTE-Ausbau und entsprechende Highspeed-Tarife möglich.

Warezeiten mit dem Mobiltelefon überbrücken

Nutzung des Mobiltelefons, um Wartezeiten zu überbrücken (Foto: Telefónica)

Mit dem Mobiltelefon «always on»

Die durchschnittliche Nutzung des Mobiltelefons liegt über alle Altersgruppen hinweg bei 2,1 Stunden täglich. Aber mehr als jeder Vierte der 18- bis 29-Jährigen (27 Prozent) ist sogar länger als vier Stunden pro Tag online. Als „Unterhaltungszentrale“ kommt das Mobiltelefon in Bus und Bahn zum Einsatz: Regelmäßig nutzen 80 Prozent der 18- bis 29-Jährigen, aber auch jeder Zweite der 30- bis 49-Jährigen  den mobilen Begleiter .

Selbst während des Fernsehens kommt das Mobiltelefon zum Einsatz und zwar als sog. second screen. Je jünger die Befragten, desto höher ist die Nutzung aus. Regelmäßig schauen 57 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 49 Prozent der 30- bis 49-Jährigen  während des Fernsehens parallel auf das Mobiltelefon.

Schnelle Reaktionszeiten und nur kurze Handy-Pausen

Die Bedeutung des Mobiltelefons als Schaltzentrale des digitalen Alltags zeigt sich auch an der Dauer der Handy-freien Zeit, schnellen Reaktionszeiten und dem Teilen von Erlebnissen in Echtzeit

  • Nur 22 Prozent aller Befragten legen während ihrer Freizeit das Mobiltelefon länger als 60 Minuten zur Seite. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es hingegen nur 7 Prozent. Der Grund: Musikhören über das Mobiltelefon ist ein zentraler Bestandteil ihrer freien Zeit.
  • Und jeder Zweite dieser Altersgruppe antwortet innerhalb von 5 Minuten auf eine Nachricht.
  • Ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Befragte (86 Prozent) teilt digitalen Erlebnisse, Fotos oder Videos direkt von unterwegs, vor allem über Messenger Apps (73 Prozent), gefolgt von sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram (52 Prozent). E-Mail (29 Prozent) und SMS (18 Prozent) spielen nur noch eine geringere Rolle. Auch bei den über 50-Jährigen sind die Messenger Apps der bevorzugte Kanal (61 Prozent).

 

Mit dem Mobiltelefon "always on"

Mit dem Mobiltelefon „always on“ (Foto: Telefónica)

«Schaltzentrale» des digitalen Lebens

Die Ergebnisse der Studie von Telefónica kurz zusammengefasst in der Infografik. Sie verdeutlicht noch einmal die zentrale Bedeutung des Mobiltelefons als «Schaltzentrale» des digitalen Alltags.

Schaltzentrale unseres Lebens

Das Mobiltelefon ist die Schaltzentrale unseres Lebens (Foto: Telefónica)

Auch Mobile Marketingstrategien sind gefordert

Für das Marketing hat diese Entwicklung umwälzende Auswirkungen. Die klassischen Marketingstrategien haben ausgedient und werden sich zu mobilen Marketingstrategien wandeln müssen. In diesem Zusammenhang ist es umso wichtiger, sich mit den Mobiltelefon näher zu beschäftigen und die Möglichkeiten auszuloten, die diese Geräte für innovatives und modernes Marketing sowie die Markenkommunikation in der Zukunft bieten.

Steigende Rolle von Mobiltelefonen in der Customer Journey

Dabei geht es einmal um die Frage, welchen Content der Benutzer eines Mobiltelefons nutzen kann und welche Interaktionsmöglichkeiten er mit dem Produkt, dem Service, dem Markenartikelhersteller oder dem Unternehmen wählen kann. Und es geht um die verschiedenen smarten Verbindungstechnologien, die im Rahmen der Mobiltelefon-Nutzung eingesetzt werden können, um einen Touchpoint in der Customer Journey zu nutzen.

Das Buch „Digital Connection: Die bessere Customer Journey mit smarten Technologien – Strategie und Praxisbeispiele“ beschreibt genau dies: Wie smarte Technologien an digitalen Touchpoints eine bessere Kundenerfahrung schaffen. Das Buch stellt Marketing-Strategien vor und liefert über 50 Fallbeispiele aus der Praxis. Weiterhin haben wir in einem anderen Beitrag das Thema „Mit Mobile-to-Store Kundenfrequenz steigern“ betrachtet.

Mehr zu dem Buch finden Sie in einem Interview mit dem Springer-Verlag „Klassische Customer-Journey Modelle funktionieren nicht mehr“ oder auch auf der Webseite www.digitalconnection.de.

Digital Connection

Digital Connection – die bessere Customer Journey mit smarten Technologien von Tanja Kruse Brandão und Gerd Wolfram, Springer Verlag 2018