Kunde und Käufer haben sich im Laufe der Zeit geändert. Sie sind mobiler, unabhängiger, selbständiger und fordernder geworden. Wie aber sieht dieser mobile und besonders dieser mobile-only Kunde aus? Was muss der Händler über ihn wissen, um sich auf den Kunden einzustellen und ihn entsprechend zu bedienen? Eine Studie zusammengefasst in einer Infografik zeigt die wesentlichen Eigenschaften des mobile-only Kunden und gibt Wissenswertes über den mobilen Kunden wieder. Global WebIndex hat sich mit diesem Thema befasst und die Ergebnisse zu den folgenden Erkenntnissen zusammengefasst.

Wer wurde befragt?

Die Daten wurden von 13.131 Mobile-Only Internetnutzern im Alter von 16-64 Jahren in 44 Ländern erhoben. Die Befragten in Ghana, Kenia, Marokko, Nigeria und Kenia nahmen an der Umfrage mit dem Mobiltelefon teil.

Wie viele Mobile-only Kunden gibt es?

Als Mobile-Only-Kunden oder -Internetnutzer gelten diejenigen, die nur über ein Smartphone oder ein Mobiltelefon auf das Internet zugreifen. Sie machen 16% der globalen Online-Bevölkerung aus.

Aus welchen Regionen kommen diese Nutzer?

Die überwiegende Mehrheit, fast 44% der reinen mobilen Internetnutzer kommt aus der Region Mittlerer Osten und Afrika. Die Region Asien ist mit einer Rate von 18% die zweitgrößte Region, gefolgt von Lateinamerika mit 11%. Europa und Nordamerika liegen mit 5 % bzw. 6 % weit unter der Mehrheit.

Verteilung der Mobile-Only Kunden (Foto: Global WebIndex)

Welche Länder rangieren am höchsten?

Bei den Ländern dominieren die afrikanischen Länder mit den höchsten Raten von reinen Mobilfunknutzern, Marokko mit über 65% gefolgt von Nigeria und Kenia mit jeweils 60% und Ghana mit 58%. Im Gegensatz dazu bilden die europäischen Lander wie Frankreich (4%), Italien (4%), das Vereinigte Königreich (4%), Spanien (3%) und Deutschland (3%) die Schlusslichter der Statistik.

Welche Mobilfunkmarken dominieren in den Regionen?

Telefone von Samsung sind in fast allen Regionen die führende Mobilfunkmarke. Die höchsten Werte erreicht Samsung in Lateinamerika mit 37% und Europa mit 36%. In Nordamerika sieht es anders aus. Dort führt Apple mit den iPhones mit einem Prozentsatz von 43% alle anderen Mobilfunkmarken an.

Wie kommen mobile Kunde mit Handels- und Konsumgütermarken in Kontakt?

Der mobile-only Internetnutzer nutzt eher soziale Netzwerke und Medien, um nach mehr Informationen über Marken/Produkte/Dienstleistungen zu suchen, er geht dafür weniger in Suchmaschinen (43% vs. 40%). In Verbindung treten sie mit den Marken aber eher über die Webseiten als über Social Media.

In Zukunft: Mobile-only statt Mobile-first

„Mobile to overtake fixed internet access by 2014“ war die große Schlagzeile, die die kühnen Prognosen von Mary Meeker, einer Analystin bei Kleiner Perkins, aus dem Jahr 2008 zusammenfasste. Auch Eric Schmidt von Google ermahnte Unternehmen, einen „Mobile First“-Ansatz für die Gestaltung von Web-Erlebnissen zu verfolgen.

Heute, so die Statistik von Global WebIndex und auch ein anderer Bericht von comScore, sind wir in einigen Ländern längst über diesem Wendepunkt angelangt, wobei Indien, Mexiko und Indonesien mehr als das Vierfache an Smartphones gegenüber dem Desktop-Publikum aufweisen.

comScore-Bericht über mobile Nutzer (Foto: comScore)

Die Gruppe derjenigen, die sich nur und ausschließlich mit dem Mobiltelefon im Internet bewegt, wird größer. Das Marketing in Handel und bei Markenunternehmen sollte das bei ihren Marketingmaßnahmen auf der Webseite oder in den sozialen Medien beachten und sich darauf einstellen.