Was kommt heraus, wenn sich ein Gastronom mit dem Software-Giganten SAP zusammentut? Digitale Gastronomie – digitales Zukunftsrestaurant Data Kitchen. Ein digitales Restaurant, eine digitale Kantine, eine digitale Mensa. Aus der Kooperation beider Parteien ist Berlins erstes Digitalrestaurant entstanden. Wer dort Essen möchte bestellt vorab und bezahlt vorab per Kreditkarte oder Paypal – auf jeden Fall digital. Zur vereinbarten Uhrzeit wird das Essen bereitgestellt. Und zwar in beschrifteten Glasboxen – der Food Wall. Über einen Link, den der Gast über eine E-Mail bekommen hat, öffnet sich die Box und das Essen kann entnommen und am Tisch gegessen werden.

Zukunftsrestaurant Data Kitchen – das Digitalrestaurant in Berlin

Die Idee zum Data Kitchen hatte Heinz Gindullis aus Berlin. Er hat bereits in Berlin beliebte Lokale wie das Crackers, Chipps oder Trust eröffnet. Und das neue Konzept Data Kitchen hat in den USA bereits Eatsa seit 2015 ähnlich umgesetzt. Was bietet Data Kitchen neben digitalem Bestellen, Bezahlen und dem digitalen Automaten?

Im Digitalrestaurant Data Kitchen offeriert der bekannte Küchenchef Alexander Brosin international inspirierte Berliner Küche, slow food vom Feinsten. Jedoch kommt das nicht aus dem 3D-Drucker oder vom Roboter. Stattdessen ist das Essen frisch zubereitet mit Zutaten aus der Region, schmackhaft und überwiegend vegetarisch. Es empfiehlt sich das Essen auch zum vereinbarten Zeitpunkt aus der Food Wall zu entnehmen. In der Mikrowelle aufgewärmt werden kann es leider nicht.

Hinzu kommt, dass das Essen zu vernünftigen Preisen angeboten wird. Die Gerichte sind nicht überteuert, sind auch nicht übermäßig viel, aber die Gäste werden satt.

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Video-Link: https://youtu.be/DWsnCMArpOI

 

Ungeachtet der Digitalisierung im Restaurantbereich haben wir über weitere Digitalisierungsansätze in Gastronomie-nahen Bereichen bereits in anderen Beiträgen berichtet: „Digitalisierung in Weinberg und Weinkeller“ und „Glashersteller RASTAL setzt auf NFC-Technologie„.

Zukunftsrestaurant Data Kitchen – so funktioniert es

Das Restauranterlebnis funktioniert problemlos, ist einfach und konzentriert sich ganz auf den Genuss der Speisen und Getränke. Auf der Webseite von Data Kitchen wird das Prozedere folgendermaßen dargestellt:

  1. Bestelle deine Gerichte und Getränke online per App oder Website
  2. Bezahle online
  3.  Ohne Wartezeit Frühstück und Lunch zur gewünschten Zeit direkt aus der Food Wall abholen
  4. Nimm dir so viel Zeit du willst und genieße dein Frühstück oder Lunch vor Ort in der Data Kitchen

Zukunftsrestaurant Data Kitchen – Auszug aus der Speisekarte

Der Blick in die Speise- und Bestellkarte lässt bereits das Wasser im Mund zusammenlaufen und steigert die Erwartungshaltung der Gäste.

  • Etwa die mit Schwarzkümmelöl verfeinerte und einem Hauch Milchschaum gekrönte Kartoffel-Topinambur-Suppe mit großen, fein säuerlichen Birnenstücken und einem Spritzer weißem Balsamico Essig
  • Oder beim asiatischen Glasnudelsalat mit Koriander, Shisokresse und Minze mit knusprig gerösteten Reis und Erdnüssen
  • Und zuletzt bei den Hirsen „Szegediner Art“ mit Zwiebeln und Paprikasaft geschmorter Spitzkohl

 

Ostermenue Data Kitchen

Menue-Auszug Data Kitchen – Ostermenue (Quelle: Data Kitchen)

Zukunftsrestaurant Data Kitchen – interessantes neues Restaurantkonzept

Lange Wartezeiten, langsame Kellner oder mühsame Barzahlung – all das gibt es im Data Kitchen nicht. Ein Restaurantbesuch, der besonders effizient abläuft. Nicht desto trotz sieht man noch eine Bedienung im Data Kitchen, an die der Gast sich wenden kann und die auch Desserts und Getränke am Tisch serviert.

Auch die Optik des Restaurants ist sehr angenehm und zeitgemäß. Warme, dunkle Farben harmonieren ideal mit selbst entworfenen Möbeln und einem einzigartigen Lichtkonzept. Das Herzstück des Digitalrestaurants ist die Food Wall, die Wand mit dem digitalisierten Automaten. Das sind Boxen, deren Vorderseiten für den Gast transparent den Inhalt sehen lassen. Die zwanzig Boxen sind auf der Rückseite mit der Küche verbunden und werden von dort mit den fertig gestellten Gerichten bestückt. Sobald eine Box gefüllt ist, erscheint der Name des Bestellers auf der transparenten Frontscheibe. Gemeinsam mit einer abstrakten Visualisierung der bestellten Produkte wird er als Avatar in Szene gesetzt. Die futuristische Food Wall wurde vom Ars Electronica Futurelab gestaltet.

Food Wall im Data Kitchen

Data Kitchen – Food Wall (Quelle: Data Space)

Data Kitchen ist täglich außer am Wochenende von 9-­17h geöffnet und bietet Raum für fünfzig Personen. Den ganzen Tag gibt es Frühstück, Mittagessen wird ab 11.30 Uhr zubereitet. Bestellungen sind über die mobile Website oder die Apps möglich.

Zukunftsrestaurant Data Kitchen – Software und Lokation von SAP

Die Software, die den Service – die Bestellung, die Abholung etc. im Data Kitchen ermöglicht – ist von SAP. Daneben befindet sich das Restaurant in den Räumen des Data Space by SAP. SAP hat an der Rosenthaler Strasse in Berlin einen Treffpunkt für Technologie-Enthusiasten, Innovatoren und Entscheider geschaffen. Dort treffen, vernetzen und tauschen sich Menschen zu Ideen, Gedanken, Innovationen sowie zu Themen rund um digitale Transformation aus. Der Data Space by SAP beherbergt die Data Hall, den Data Room, den Data Hub und das Data Kitchen.

  • Im Gebäude des Data Space befindet sich im Erdgeschoss die Data Hall, ein mietbarer Veranstaltungsbereich. Sie bietet Platz für rund 100 Personen. Und sie wird von Unternehmen, Universitäten, Regierungsvertretern, Medien, Künstlern und Start-ups gebucht.
  • Der Data Room ist ein digitaler Kreativ-Raum mit interaktiven Oberflächen, der die Besucher spielerisch zum Ausprobieren neuer Technologien animiert und inspiriert.
  • Der räumlich darüber liegende Data Hub ist der Sitz des SAP IoT Accelerator Programms. Das richtet sich an B2B-Start-ups, die sich mit dem Internet, dem Internet der Dinge (IoT) und Software-Lösungen auseinandersetzen.
  • Data Kitchen rundet dann auch das Angebot des Data Space by SAP ab. In dem öffentlichen Restaurant werden frisch zubereitete, gesunde Speisen und Getränke über Website oder App vorbestellt und bezahlt. Die Speisen werden anschließend im Data Kitchen verzehrt.
Blick in den Gastraum von Data Kitchen

Blick in den Innenraum von Data Kitchen (Quelle: Data Kitchen)

Zukunftsrestaurant Data Kitchen – eine in die aktuelle Zeit passende Innovation

Heinz Gindullis beschreibt sein  Data Kitchen folgendermaßen: „Es ist aus unserer Sicht eine Innovation, die perfekt in unsere Zeit passt. Indem der Gast Speisen und Getränke per App bestellt, kann er selbst – aus seinem Büro, von unterwegs oder direkt vor Ort – bestimmen, wann er essen möchte.“ Bei Ankunft öffnet er mit seinem Smartphone in der Food Wall eine Box, deren Monitor seinen Namen trägt. „Die Verbindung aus Technik und hochwertigem Essen, das ist neu. Data Kitchen schenkt den Gästen Zeit für sich“, so Cookie.

Blick auf die Food Wall

Blick auf die Food Wall im Data Kitchen (Quelle: Data Kitchen)

Zukunftsrestaurant Data Kitchen mit innovativem Kundenerlebnis

Data Kitchen wurde vom Gastronom Heinz Gindullis und seinem Team gemeinsam mit SAP SE entwickelt. Es vereint hohe kulinarische Standards für Frühstück und Lunch und macht Slow Food innerhalb kurzer Pausenzeiten eindrucksvoll erfahrbar. Durch die vorherige digitale Bestellung und Bezahlung der Speisen bleibt mehr Zeit für die grundsätzlichen Erlebnisse des Restaurantbesuchs: Austausch mit Kollegen oder Freunden und der Genuss frisch zubereiteter Speisen beim Slow Food fast.

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft auch im Alltag wurde hier eindrucksvoll umgesetzt. Entstanden ist ein digitales Restaurant. In der Umgebung des Data Space by SAP ist ein Restaurant entstanden, das ein innovatives und noch einzigartiges Restauranterlebnis bietet. Eine inspirierende Umgebung für gemeinsames Essen und Austausch. Gleichzeitig ist Data Kitchen ein lebendiges Beispiel für menschliche Bedürfnisse entwickelte digitale Transformation.